Bankkunden profitieren von der Finanzkrise

Es gibt positive Nachrichten für die Verbraucher. Bankkunden erleben zurzeit ein äußerst seltenes Phänomen: Bei steigenden Guthabenzinsen, sinken gleichzeitig die Zinsen für Kredite. Wer Geld anlegen möchte, kann dies also zurzeit guten Gewissens tun und auch wer ein kostspieliges Projekt wie einen Hausbau finanzieren möchte, sollte nun bei der Bank seines Vertrauens nachfragen, welche Konditionen möglich sind. Zu verdanken haben die Verbraucher die Situation übrigens der Schuldenkrise in der Europäischen Union.

Gute Zinsen für alle!

Endlich mal ein positiver Effekt der Eurokrise! Während ansonsten die Angst vor dem Kollaps der europäischen Gemeinschaftswährung und dem Bankrott einzelner Staaten dominiert, beschert die Krise den Verbrauchern nun gänzlich unerwartet positive Nachrichten. Das Zinsniveau bei den Banken hat sich aufgrund der Krise für Anleger und Investoren gleichermaßen verbessert. Während normalerweise die Zinsen für beide Gruppen entweder steigen oder fallen und somit nur eine Gruppe begünstigen, tritt nun ein sehr seltenes Phänomen ein. Profitieren können hiervon viele, denn wer jetzt den Kreditrechner bemüht und sich nach den günstigsten Zinsen umsieht, kann beim Hausbau oder anderen Investitionen kräftig sparen. Aber auch wer sein Geld gewinnbringend anlegen möchte, findet derzeit gute Voraussetzungen. Die Sätze für das Tagesgeld sind in den letzten Wochen spürbar gestiegen und wem Zinsen von weniger als zwei Prozent angeboten werden, der sollte sich Gedanken über den Wechsel zu einem anderen Kreditinstitut machen. Neukunden können sogar Zinssätze von über 2,5 Prozent finden. Aber nicht nur, wer Geld anlegen möchte, sondern auch wer einen Kredit aufnehmen will, findet derzeit beste Bedingungen. Für zehnjährige Finanzierungsangebote verlangen viele Banken lediglich Zinsen von vier Prozent und weniger pro Jahr. Die guten Nachrichten bezüglich günstiger Zinsen scheinen für die deutschen Anleger genau zur richtigen Zeit zu kommen. Viele sind verunsichert und trauen den Aktienmärkten in der Krise nicht mehr. Da kommt die Möglichkeit, sein Geld zu guten Konditionen in Immobilien oder auf Tagesgeldkonten anzulegen, gerade zur richtigen Zeit.

Von der Krise profitieren

Möglich geworden sind die guten Konditionen für die Verbraucher durch die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank. Diese sieht die Bekämpfung der Inflation als ihr vornehmliches Ziel an und setzte daher den Leitzins in zwei Schritten um 0,5 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent herauf. Auch wenn dies möglicherweise einen Dämpfer für die Konjunktur bedeutet, für die Sparer ist es eine gute Nachricht, denn die Vorgaben aus Frankfurt sind ein Richtwert für die Geschäftsbanken in der Eurozone. Auch die guten Konditionen für Bauherren sind durch die Eurokrise zustande gekommen. Großinvestoren investieren zurzeit in sichere Anlagen wie Bundesanleihen, wodurch diese im Zinsniveau sinken. Das Baugeld orientiert sich in der Regel an diesen Anleihen und ist entsprechend ebenfalls günstiger geworden.

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